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Selcuk / Ephesos

Selcuk / Ephesos
Südlich von Izmir, am Weg nach Aydin, befindet sich Selçuk, früher Ephesos genannt. Ephesos war in der Antike eine blühende Handelsstadt, eine Besichtigung der Ruinen sollten Sie nicht verpassen!

Freizeit und Sport
Sieben historische türkische Bäder laden zum Entspannen ein. Das sanfte Klima ermöglicht an 10 Monaten im Jahr die Ausübung von Wasser- und Freiluftsportarten.

Sehenswürdigkeiten
Die Ruinen von Ephesos sind faszinierend. Eine ca. 400 m lange, mit Marmorsteinen gepflasterte Straße führt durch die antiken Überreste. Im antiken Stadion wurden Pferdewagen-Wettkämpfe und die olympischen Spiele ausgetragen. Gegenüber befindet sich der als Akropolis bezeichnete Hügel. Geht man weiter, kommt man an den byzantinischen Bädern vorbei. Dort befindet sich auch die Marienkirche – eine der ersten sieben Kirchen des Christentums. Im 11. Jh. wurde sie unter römischer Herrschaft zur Basilika umgewandelt und der Mutter Maria gewidmet. Zur Zeit des Kaiser Trianus (98-117 n. Chr.) wurde das große Theater fertiggestellt, das bereits in der hellenistischen Epoche begonnen wurde. Es bot 25.000 Personen Platz. Die Celsus-Bibliothek wurde 135 erbaut. Die Dekoration der Vorderseite ist ein Meisterwerk römischer Architektur. Vier Frauenstatuen symbolisieren “Vernunft”, “Schicksal”, “Wissenschaft” und “ethische Qualität”.

Museen
Im Selcuk/Ephesos Archäologie-Museum werden Fundstücke von den Ephesos-Ruinen und deren Umgebung aufbewahrt. Das Museum besteht aus zwei Hauptabteilungen, die sich der Archäologie und der Ethnographie widmen. Die Exponate sind nach Epochen aufgeteilt: mykenische, archaische, römische, byzantinische und türkische. Das Camlik Freiluft-Lokomotiven-Museum befindet sich 7 km von Selcuk entfernt. Atatürk hatte dort während der ägäischen Manöver sein Stabsquartier eingerichtet. Zu besichtigen sind 25 verschiedene Zugtypen, u. a. 50-80-jährige Dampflokomotiven und Züge, die im Dienste der Staatseisenbahn der türkischen Republik fuhren. Dass die Wurzeln der türkischen Bäder bis zu den römischen Bädern zurückgehen, sieht man im Saadet Hatun-Bad-Museum. Die während der römischen Epoche angesehene Badkultur wurde bis in die Mitte der byzantinischen Epoche weitergeführt, geriet danach jedoch in Vergessenheit. Mit den Türken lebte diese Kultur wieder auf.

Geschichte
Nach den Schriftstellern der Antike ist Ephesos wie Smyrna um 3000 v. Chr. gegründet worden. Die Spuren ionischer, römischer, byzantinischer, seldschukischer und osmanischer Zivilisationen sind heute noch zu sehen. Im 11. Jh. v. Chr. gründeten Griechen das erste Ephesos. Besondere Bedeutung kam der Stadt im 1. Jh. v. Chr., während der römischen Kaiserzeit, zu: Als Hauptstadt war Ephesos nach dem ägyptischen Alexandria die größte Stadt des Ostens. Nach der Zeitenwende wurde Ephesos zu einer der ersten christlichen Gemeinden überhaupt und wichtige Basis christlicher Missionarstätigkeit. Hier predigten Paulus und Johannes, und selbst die Mutter Gottes soll hier ihre letzten Tage verbracht haben. Angriffe, Eroberungen und Erdbeben ließen Ephesos zunehmend verfallen. In Erinnerung an die Seldschukenherrschaft, unter der Ephesos einen letzten Aufschwung erlebte, wurde der Ort 1914 in Selcuk umbenannt.

Klima
Im typisch mediterranen Klima sind die Sommer heiß und trocken, die Winter warm und regnerisch. Es schneit nie, die Temperatur geht nur selten unter 0 °C.

Anreise
Busse verkehren von hier nach fast überall in die Türkei. Zu den Ephesos-Ruinen kommt man leicht mit Minibussen oder Taxen. Eine Eisenbahnstation befindet sich in der Cengiz Topel Straße. Zudem befindet sich neben dem antiken Ephesos ein Flughafen für kleine Flugzeuge.

Wichtige Rufnummern/Adressen
Landratsamt: (+90-232) 892 63 66

Tourismus-Informationsamt: (+90-232) 892 63 28

Rathaus: (+90-232) 892 69 25 / 892 69 11

Polizeipräsidium: (+90-232) 892 60 04

Krankenhaus: (+90-232) 892 70 36

Link-Tipps
www.marokko.de
www.arabien.de
www.tunesien.de