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Iznik
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Iznik in Nordwestanatolien liegt heute an der Stelle, die vier Königreiche für ihre jeweilige Hauptstadt auserkoren hatten. Die beachtliche Stadtmauer, zahlreiche Grabmäler, Kirchen, Moscheen und Tempel aus der Jahrtausende langen Besiedlungsgeschichte machen Izniz zu einem lohnenswerten Ziel für kulturhistorisch Interessierte. Entspannung nach der Besichtigung bieten die Badehäuser.
Sehenswürdigkeiten
Bekanntheit erlangte Iznik durch die Majolika-Fayencen. Tier- und Pflanzenmotive wie Tulpen, Hyazinthen, Granatäpfel, Nelken, Vögel, Fische und Hunde zieren die Fayencen. Die verwendeten Blau- und Türkistöne sind von großer Intensität. Auf dem Minarett der Grünen Moschee in Iznik (1378 – 1391) kann man die ältesten osmanischen Majolika-Arbeiten bewundern. Evliya Celebi, osmanischer Reisender, der im 17. Jh. nach Iznik kam, erzählt, dass hier über 300 Majolika-Öfen in Betrieb waren, die unter anderem auch Istanbul belieferten. Die Grabmäler in Iznik, darunter der Berbierfels, der Obelisk des Cassius und das unterirdische Grab in Hespekli, ziehen jährlich viele Touristen an. Zu den bekanntesten religiösen Gebäuden in Iznik zählen die Aya Sofya und die Hagios Tryphonos Kirche aus byzantinischer Zeit, die Koimesis Kirche sowie die Ayatrifon Kirche. Außerdem die Grüne Moschee, das Wahrzeichen Izniks. Ihr Name geht auf die Farbe der verarbeiteten Majoliken zurück.
Museen
Die Nilüfer-Hatun-Armenküche ließ der osmanische Sultan I. Murat 1388 in Erinnerung an seine Mutter errichten. Das Gebäude ist eines der schönsten Beispiele osmanischer Architektur. 1960 wurde es als Museum wiedereröffnet. Die Exponate sind archäologische Fundstücke aus griechischer, römischer, byzantinischer und osmanischer Zeit, die in Iznik und Umgebung gefunden wurden.
Geschichte
Iznik liegt an der Stelle des antiken Antigoneia, benannt nach dem Feldherrn Alexander des Großen, Antigonos. Als General Lysimakhos Antigonos besiegte, nannte dieser den Ort nach seiner Frau Nikaia. Nachdem das Verbot für das Christentum aufgehoben wurde, war Nikaia im Sommer 325 Bühne des 1., und 787 des 7. Konzils. Nach den Seldschuken und Byzantinern eroberten die Osmanen 1331 den Ort, der unter ihrer Herrschaft zu einem Kunst- und Handelszentrum florierte. Die erste osmanische Universität, Moschee und Armenküche wurden hier gebaut.
Einkaufen
In Iznik kann man vor allem die berühmten Majoliken (Fayencen) kaufen. Eine Delikatesse, und gut geeignet als Mitbringsel, sind die Oliven aus der Umgebung.
Essen und Trinken
Hummer-Schmortopf, Karpfen-Suppe, Wels am Spieß oder gedämpft, Sellerie-Salat und Sellerie-Schmortopf sind nur einige der Speisen, die man in Iznik kosten sollte.
Klima
In Iznik herrscht ein warmes Klima vor. Der Niederschlag ist sommers wie winters gering.
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